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Check this out … mit Fotograf Paul Ripke

Das hier oben ist Paul. Paul ist Fotograf. Und Paul ist verliebt. In seine Leica.

 

 

Paul Ripke _ Christine Stitz _ lovewhatyoudoblog

Das hier links bin ich. Neben mir steht der Paul. Und ich bin auch verliebt. In die Bilder, die Paul mit seiner Leica macht.

Natürlich sind mir Pauls Bilder und seine Arbeit schon weit vor dem WM Titel der Deutschen Nationalmannschaft bekannt gewesen (sein Cro-Bild hat mich vor gefühlt hunderten von Jahren mal auf seine HP geführt) und trotzdem sind es genau diese Bilde der WM, die mich zum Gespräch in sein Studio in Hamburg geführt haben. Falls es irgendwie an Euch vorbei gegangen sein sollte (fast unmöglich): Paul ist derjenige Fotograf, der die schönsten, intimsten, prachtvollsten, innigsten, ehrlichsten, spannendsten, emotionalsten Fotos vom Moment des WM Titels in Rio de Janeiro mit seiner Leica aufgenommen hat. Und den Momenten, die danach kamen und den Momenten zwischen den Momenten. Zusammengebunden kann man diese Bilder in dem Buch „One Night in Rio“ anschauen – und natürlich auch kaufen und dafür muss ich aus ganzem Herzen werben, weil das Buch nicht nur für Fussifreunde einfach der Hammer ist #isjahammahammahart

Die Besonderheit seiner Bilder? Ich will jetzt mal nicht fachlich werden…. räusper, als ob ich das könnte …, sondern es aus dem Bauch raus erklären. Die Optik, die er mit seiner Kamera erzeugt, ist einfach besonders. Die Farben, der Blickwinkel (meine Mutter würde es vielleicht mit „aus der Hüfte geschossen“ betiteln) und eine tierisch fette Portion Ripke-Spirit machen seine Bildern zu seinem Style. Weil das wiederum einfach geil ist wollen viele Menschen von ihm lernen. Das könnt sie auch, denn Paul teilt seine Erfahrungen, organisiert regelmässig Veranstaltungen und erklärt dort aus seiner Sicht, wie das so mit dem Fotografieren funktioniert. Immer mit dabei: seine treue Leica. Letztes Jahr im November dachte sich wohl ein äußerst kluger Teilnehmer, daß es jawohl kein Problem wäre mal eben Ripke´s Leica, die er vollen Herzens durch die Reihen gehen lässt, mitgehen zu lassen. #wtf . Aber nicht mit Paul. Als der nämlich einen Aufruf über seine social media Kanäle startete, um seine heiß geliebte Kamera wiederzubekommen, gab es von allen medialen Seiten und Fans maximale Unterstützung. Ich sag´s mal so: ordentliches pressing kann eben doch zum Sieg führen (wäre auch mal einen Tipp an den HSV, aber egal). Das Ende vom Lied: nach ein paar Tagen wurde die Leica anonym abgegeben und Paul war wieder glücklich.

Daß sich seine „Fans“ und Anhänger so für ihn einsetzen liegt sicher an seiner lockeren Art, mit der er die Menschen abholt und mit dem, was er ihnen wiedergibt. Er ist quasi der Fotograf zum Anfassen. Nicht wörtlich gemeint jetzt, ist klar, ne? Was ich meine ist: Mit Paul kannste auch Schafe hüten gehen, dabei ne Pulle Bier trinken, fette Beats hören und kriegst nebenher noch tolle Bilder. Wenn Ihr also Interesse habt ihm zuzuhören, was er so zu erzählen hat, von seiner Arbeit und seinem Leben, dann müsst Ihr ihm nur auf social media folgen und seid bestens informiert, wo wann und mit welchem Inhalt der nächste Ripke-Abend stattfindet.

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Paul und Lukas Podolski, Copyright: Paul Ripke

Ich glaube Paul´s Arbeit lebt vor allem durch seine Emotionalität, mit der er seinen Job macht. Man kann Techniken zwar noch so gut beherrschen, aber wenn Du kein Herz in Deine Arbeit steckst, erreichst Du niemanden. Wenn man, wie in Pauls Fall, mit Leidenschaft arbeitet, aus einem inneren Bedürfnis den Leuten über seine Arbeit erzählt und sie daran teilhaben lässt, wenn man erlaubt, daß Gefühle durch die Bilder sichtbar werden, dann ist man verdammt nochmal auf genau dem richtigen Weg. Und ich bin mir sicher, daß das für wirklich alle Berufssparten gilt. In der Fotografie ist es aber eben für das menschliche Auge sichtbar. Ich habe neulich wieder folgendes Zitat von Julian Schnabel gelesen, welches prima dazu passt: Meine Bilder muss niemand verstehen. Es geht nicht um den Verstand, sondern um die Gefühle. Wenn Menschen Kunst anschauen müssen sie einfach nur fühlen. Und zwar ihre eigenen Gefühle, nicht meine. Das ganze verdammte Kunstwerk ist tot, bis jemand davor steht und es anschaut.

Das gilt unbedingt auch für Pauls Bilder. Man fühlt sie. In unserem Gespräch hat er mir gesagt, daß es viele Fotografen gibt, die technisch besser sind, als er, aber seine Bilder scheinbar trotzdem viele Menschen begeistern. Gefühle, sag ich nur, Leute,  G e f ü h l e.  #dowhatyoulove

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Paul und Jerome Boateng, copyright: Paul Ripke

Ich kann Euch sagen: es ist einfach toll auf seinem langen Flur an den vielen großen WM Bildern langzugehen und die Stimmung aufzusaugen. Echt jetzt. Rischtisch jeil. Natürlich wurden Paul`s Bilder „One night in Rio“ Exhibition auch in mehreren deutschen Städten ausgestellt. Wenn Herr Julian Schnabel das obige Zitat nicht bereits vor einiger Zeit von sich gegeben hätte, dann in jedem Fall, wenn er die Ausstellung dieser Fotografien besucht hätte. Natürlich hat Paul aber auch ganz ganz viele andere Menschen und Orte und was weiß ich alles fotografiert. Er knipst übrigens auch so ziemlich jedes Bild für und mit #marteria und jede Menge weiterer musikalischer Talente. Ja, der Paul ist ziemlich fleißig und bevor er einen Tag frei hat, bastelt er lieber an einem coolen Video für seinen Blog, oder knobelt die nächste Ripke-Veranstaltung aus. Nun checkt doch mal eben seine Website, sonst sabbel ich mir hier ein Ohr ab, wenn ihr das mit einigen Klicks selber sehen könnt. Übrigens macht das Ripke Team auch noch feine Filme aus den Essenzen seiner Arbeit. Supersehenswert!

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Irgendwo in Pauls Büro.IMG_6591

 

 

 

 

 

 

Pauls Flur mit meinen DFB Jungs. Äh, Pardon, einigen seiner WM Bilder.

 

 

Copyright (2): Christine Stitz

In unserem Gespräch ist mir aufgefallen, daß Paul trotz seines Erfolges und engem Draht zu seinen Promibuddies nicht in die Kategorie „Ich hab mich umgesehen und bin der Geilste hier“ gehört. Er ist ziemlich reflektiert, was den Job angeht, hält die Fahne nicht zu hoch und ist stetig Ball, was die Weiterentwicklung seiner Pläne angeht. Da seine Workshops sich immer großer Beliebtheit und hoher Besucherzahlen freuen und man schließlich mit dem Flow gehen soll, dachte er sich wohl auch, daß dieser Sommer prima wäre, um Hamburg vorerst den Rücken zu kehren und die ganze Chose in die kalifornische Sonne zu verlagern. Workshops gehen schließlich überall. Im Gepäck: seine gegründete Ripkedemy. Bähm! Kaum ist der erste Workshop für Kalifornien online, ist das Ding auch schon voll. Also müssen mehr her. #ripkegoescalifornia

Paul Ripke3 _ lovewhatyoudoblog _ portrait _christine stitz Paul Ripke5 _ lovewhatyoudoblog _ christine stitz Ripke @work, Copyright: Paul Ripke

Alles liegen zu lassen und abzudampfen, um zu schauen, was noch so geht, fordert Mut und Vertrauen in sein eigenes Gefühl. Genau das, wovon viele von uns sprechen, aber (noch) nicht wagen zu tun. Paul macht es vor und schaut einfach mal, wie es so läuft. Das ist einfach toll! Ich bin mir ziemlich sicher, daß er auch in Kalifornien erfolgreich weiterarbeitet, denn das Herz spricht schließlich auf der ganzen Welt dieselbe Sprache. #lovewhatyoudo

P.S.: das ist eigentlich ein zu schmalziges Ende für so ne´n lockeren Typen, wie Paul. Daher setze ich jetzt noch schnell ein sinnloses #diggadasistgeilwasdumachst hinten ran. Aaah. Besser.

 

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